Freitag, 27. April 2018

Mal wieder ein Eintrag über zwei Tage.
Ich habe ja schon mal erzählt, dass R. sauer auf mich zu sein scheint. Gestern hat sie dann unser gemeinsames Mittagessen mit M. abgesagt. Den ganzen tag habe ich mir dann darüber Gedanken gemacht, ob das wegen mir war. Und ob sie immer noch sauer ist. Wie sich herausgestellt hat, hatte sie einfach nur andere Pläne. Trotzdem hat mich das ganz schön beschäftigt. Zu unserem wöchentlichen GNTM ist sie nämlich auch nicht gekommen. Aber das war sie auch einfach nur beschäftigt.

Heute waren wir dann wieder gemeinsam essen. Da hat R. mich gefragt ob ich mitgehen möchte. Das hat mich ziemlich überrascht. Nach dem Essen war sie aber wieder so komisch ruhig und ich habe mich wieder gefragt, ob sie wohl sauer auf mich ist. Aber als wir uns dann ins BZ gesetzt haben, war sie wieder relativ normal. Irgendwie seltsam. Ich verstehe es nicht. Männer sind einfacher zu verstehen finde ich. Da gibt es meistens nichts misszuverstehen. Deshalb auch meine Vorliebe für Männer. Obwohl ich tatsächlich hier in Köln wieder einmal deutlich mehr weibliche Freunde habe. Das war aber schon immer so. Ich habe mich mit Mädchen immer besser verstanden als mit Jungs. Das hätte ich eigentlich schon damals als frühes Anzeichen deuten können. Alle anderen haben es wohl getan, denn sie waren  immer furchtbar neidisch, wie gut ich mit Mädchen auskam. Und ich tue es auch immer noch. Auch wenn mein bester Freund männlich ist. Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob er wirklich mein bester Freund ist. Klar sind wir super gut miteinander befreundet, aber es ist jetzt nicht so, als würden wir uns jeden Tag schreiben und uns alles erzählen. Vielleicht ist das unter Jungs auch einfach nicht so üblich. Ich weiß es nicht. Ganz im Gegensatz zu J. Die kenne ich nicht mal persönlich und erzähle ihr einfach alles. Ich hoffe das fällt mir nicht irgendwann in den Rücken. Bis jetzt tut es aber ganz gut, jemanden zum Reden zu haben.
Apropos Reden. Ich habe seitdem ich wieder in Köln bin nur ein einziges Mal mit meiner Mutter telefoniert. Und da ging es auch nur um meinen Mixer. Nichts Aufregendes. Irgendwie komisch. Ich habe nicht mehr das Bedürfnis, sie jeden Tag anzurufen, so wie noch letztes Semester. Zumindest nicht mehr jede Woche. Ich bin jetzt seit drei Wochen wieder hier und wir haben nur ein einziges Mal telefoniert. Nicht einmal richtig geschrieben haben wir. Das Meiste war eigentlich nur ziemlich uninteressant. Gute Nach oder Guten Morgen. Viel mehr nicht. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, seitdem ich Simon gelesen habe, dass ich eine ganz andere Einstellung habe. Zu sehr vielen Dingen. Ich bin um einiges positiver geworden und freue mich manchmal auch über die kleinen Dinge, wie einen blühenden Baum. Schräg. Aber das Bedürfnis mit meiner Mutter zu reden habe ich nicht mehr. Echt komisch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen