Samstag, 21. April 2018

Mist. Schon wieder keine Zeit zum Schreiben gehabt. War aber ziemlich interessant gestern.
Ich war doch tatsächlich in beiden Vorlesungen. Die haben sich zwar nicht wirklich gelohnt, aber ich war da. Nur für mein Gewissen. In der ersten Vorlesung hat R. dann meinen Sperrbildschirm entdeckt (eine Regenbogenfahne, ja ich weiß....) und mich gefragt, ob ich damit ein Zeichen für Homosexuelle setzen wollte. Ich hab natürlich nur ja gesagt, aber M. hat es auch bemerkt und mich auch darauf angesprochen. Dann waren wir wieder beim Thema von Montag. Nach dem Mott ich könnte ihnen doch jederzeit alles erzählen. Was ich ja auch toll finde, aber ich war gestern noch nicht bereit dazu. Obwohl das die perfekte Gelegenheit gewesen wäre. Sogar R. hat sich darüber Gedanken gemacht. Sie hat dann laut darüber nachgedacht und meinte, es würde schon Sinn machen. Schließlich würde ich GNTM schauen und ich mache ja auch noch Zumba. Ich meinte aber nur, dass ich dazu jetzt nichts sagen wollte, aber ich denke, dass zumindest M. es mittlerweile kapiert hat. Ohne dass ich etwas sagen musste.
Das wäre dann wohl meine Gelegenheit gewesen mich zu outen. Aber habe ich sie genutzt? Nein, natürlich nicht. Warum nicht? Weil ich feige bin. Ganz einfach. Ja das bin ich. Feige. Ich war aber tatsächlich kurz davor etwas zu sagen. Aber ich habe mich nicht getraut. Warum ist das nur so verdammt schwer. Vielleicht weil ich mir selber noch nicht zu 100% sicher bin, was ich eigentlich will. Ich habe ja noch keinerlei Erfahrung mit irgendeinem Geschlecht gesammelt. Wie kann ich mich da entscheiden. Meine Präferenz sind definitiv Männer, aber ich möchte irgendwann mal eine Familie gründen und nichts unversucht lassen. First World Problems. Ich weiß. Mimimi. Tut mir leid.

Zu einem ganz anderen Thema. Gestern Abend habe ich mit J. aus Frankreich geskyped. Sagt man das so? Keine Ahnung. Irgendwie war es ganz witzig. Aber irgendwie war es auch awkward. Ich kenne sie ja erst seit gerade einmal einem Monat. Und auch nur über WhatsApp. Dann mit ihr persönlich zu sprechen, das war merkwürdig.  Aber es hat auch irgendwie gut getan. ich hatte das Gefühl , ich könnte ihr alles erzählen. Vermutlich weil ich sie nicht so gut und nicht persönlich kenne und sie mich deshalb nicht verurteilen kann. Oder einfach weil es über einen Bildschirm passiert. Von meinem großen Geheimnis habe ich ihr aber dann doch nichts erzählt. Das war mir dann doch zu persönlich. Obwohl ich glaube, dass das sehr gut aus meinem Brief hervorgegangen sein muss. Darauf eingegangen ist sie aber nicht. Irgendwie habe ich es mir insgeheim gewünscht, sie würde es ansprechen. Hat sie aber nicht. Wir haben nur sehr viel über Sprachen und unnützes Zeug gelabert. Gut, eigentlich habe ich die meiste Zeit geredet, was schon sehr ungewöhnlich ist. Wenn man mich mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es definitiv nicht redselig oder gesprächig. Ich hoffe nur, dass ich sie mit meinem Gequassel nicht gelangweilt habe. Sie wirkte häufig ein wenig abwesend. Ich wollte aber keine unangenehmen Ruhepausen lassen und deshalb habe ich eigentlich dauerhaft geredet, sobald ein Thema zu ende war.

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